Kosmo Koslowski
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Music

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Weil der Stadt. Kosmo Koslowski? Ein Klangkosmos eigener Art. Piratenjazz? Kosmo Koslowski.
Das mag kryptisch klingen. Doch diejenigen, die sich am Samstag aufgemacht haben in die Weiler
Aula, haben den Piratenjazz von Kosmo Koslowski kennengelernt - und genossen.

Von Sybille Schurr

Im Jahr 2002 haben die jungen Musikwissenschaftler in Hamburg als Kosmo Koslowski Segel gesetzt. Sie sind, eigenwilligen musikalischen Vorlieben folgend, aufgebrochen zu einer Piratenfahrt über die Weltmeere. Mit leichter Hand vermischen sie traditionelle Klänge mit neuen Sounds. Sie sind Grenzgänger und haben damit ihren eigenen Stil kreiert, der auf den Tanzflächen ebenso gut ankommt wie bei Jazz-Festivals. Im hohen Norden haben sie das bereits bewiesen.

Nun schicken sich Kosmo Koslowski an, den Süden der Republik zu erobern. Nach drei CD-Veröffentlichungen sind sie das erste Mal auf Tournee und machen von Köln aus Abstecher. Einer der ersten: Weil der Stadt (kommende Woche folgen Stuttgart und Tübingen). Die Manufaktur-
Veranstalter haben sich nicht schwergetan, die Band ins Programm aufzunehmen. Üblicherweise beschränkt man sich auf Künstler aus der Region, doch zur Hamburger Band gibt es besondere Beziehungen: Der Vater von Drummer Pawel Wielaba hat die Weiler schon bei zwei Konzerten
begeistert. Und für den 25-jährigen Kontrabassisten Benjamin Holzapfel ist das Konzert gar ein Heimspiel; er ist Weil der Städter. Das Konzert am Samstagabend ist für ihn der erste öffentliche Auftritt in seiner Heimatstadt. "Ein besonderes Gefühl", gesteht er, aber kein Lampenfieber. Das hat sich bereits vor dem Auftritt gelegt, denn da gab es einige Probleme zu bewältigen. "Es war Hektik pur" für die Tournee-Neulinge.

Eine endlose Fahrt von Köln nach Weil der Stadt. Der Aufbau in der Aula, Soundcheck, Stromausfall. Doch die Piraten entern die Bühne am Ende doch und fesseln ihre Zuhörer im Nu musikalisch. Eine dunkle Bühne und raffinierte Spots schaffen dazu eine fantasiebeflügelnde Atmosphäre. Gipsy-Jazz und Klezmer sind unüberhörbar die Wurzeln von Kosmo Koslowski. Das steht auch nach wie vor im Vordergrund. Doch die Musiker verlassen die gut eingespielten Wege nur allzu gern und entwickeln ihr melodisches Eigenleben. Über der groovenden Rhythmus-Gruppe Bass (Benjamin Holzapfel), Drums (Pawel Wielaba) und Gitarre (Bandmitbegründer Gunnar Wolff) legen sich die irrwitzigsten Melodien und Rhythmen von Querflöte und Melodica (Mira
Kempf) sowie Klarinette (Tompu Huotari). Flötistin und Klarinettist spinnen das schönste
Seemannsgarn: Da schluchzt die Klarinette aus tiefster Seele, die Querflöte erhebt sich in silbernem
Gelächter über so viel Seelenschmerz, Bass, Gitarre und Drums fegen das alles wie ein Sturmwind hinweg.

Auch so mancher Anklang an Jazz-Klassiker findet sich wieder, doch Kosmo Koslowski halten sich
nicht lange auf mit dem klassischen Strandgut, eilig segeln die Piraten in neue musikalische Gewässer. Sie erzählen alte und neue Geschichten aus Balkan-Beat, Russian-Ska, Speed Folk und immer wieder schrägem Klezmer. Kosmo Koslowski klingen nicht nur kosmopolitisch, sie sind es auch: Die Musiker stammen aus Deutschland, Dänemark, Finnland und Polen. Sie sind - politisch völlig unkorrekt und musikalisch herrlich unangepasst - multikulti per se. - Stuttgarter Zeitung vom 14.1.2008


Kosmo Koslowski. Wie heißt die Band? Kosmo Koslowski. Wie wird das gesprochen? Kosmo Koslowski. Man kann es nicht oft genug wiederholen. Es soll sich einprägen. Ihre Musik ist es wert. Kosmo Koslowski. Sie waren Mittwoch nacht in Tübingen. In der Münzgasse. Ein kleines Erdbeben aus Hamburg.

Das überlebt nur, wer in die Knie geht. Wer die elektrischen Schwingungen der Band in irgendeine Art von Bewegung umsetzt. Zumeist endet das im Tanz, selbstvergessen, verrückt und schweißtreibend. Wie die Musik. Piratenjazz machen sie. Das heißt: Sie klauen alle Stilrichtungen zusammen, um daraus ihr Erdbeben zu formen. Unsymmetrischer Takt pocht durch weiche Melodien. Man spürt Russland und mit Wodka durchzechte Nächte, den Karneval in Rio de Janeiro, easy Reggae an den Stränden von Jamaica. Denkt an Zigeuner und Klezmer. Techno, Hip Hop, Gypsiejazz, Drum'n Bass ist auch drin. Und die Relativitätstheorie, als Vortrag vom Band. E gleich m mal c Quadrat. der ganze Kosmos eben. Kosmo. Mit klar osteuropäischem Grundton. Kosmo Koslowski.

Das Herz, nach dem Kosmo Koslowski pocht, ist Tuomas Huotari. Seine Klarinette ist kein Instrument, sondern ein Körperteil. Er macht nicht Musik, er ist sie. Die Energie fließt aus allem. Auch aus der Querflöte und der Melodika von Mira Kempf. Aus der E-Gitarre von Gunnar Wolff, dem Kontrabass von Benjamin Holzapfel und dem Schlagzeug von Pawel Wieleba.

Zusammengefunden haben die fünf Kosmonauten an der Universität Hamburg. Sie studieren alle Musikwissenschaft. Sie sind jung, virtuos und frech. Echte Piraten Eben. Die Meere, über die sie segeln, sind vor nichts sicher.

Evelyn Ellwart-Mitsanas - Schwäbisches Tageblatt vom 18.1.2008


Die Hamburger Band Kosmo Koslowski im Theaterstübchen

Von Georg Pepl

Kassel. Ein fast repräsentativer Querschitt durch die Bevölkerung. Auf und vor der Bühne herrscht studentisches Flair, hinten sind die Menschen im gesetzteren Alter. Die Lichtanlage schickt Blitze durch das voll besetzte Theaterstübchen. Freudig erregt rufen die Tanzenden “Kosmo!” und der Klarinettist mit dem wilden Bart schreit zurck: “Ich bin nicht Kosmo, ihr alle seid Kosmo”!

In einer druckvollen wie lustigen Performance segelte die Hamburger Band Kosmo Koslowski durch den weltmusikalischen Ozean. Piratenjazz nennt sie ihr Ding, doch mit herkömmlichem Jazz hat es nicht viel zu tun. In vielen Stilen wildert die Combo, besonders in der osteuropäischen Folklore. Die behandelt sie wie moderne, urbane Tanzmusik. Kleine, wiederholte Motive verzahnt sie zu egmaschigen Rhythmusgeflechten. Da überlagern sich schluchzende Klarinettentöne mit den Synkopen der Gitarre.

Studenten der Musikwissenschaft haben das linksalternativ anmutende Partygebrodel ersonnen - dabei sollen Musikologen besonders konservativ sein. Vielleicht liegt die Lockerheit daran, dass die Bandmitglieder Gunnar Wolff (Gitarre), Benjamin Holzapfel (Kontrabass), Pawel Wieleba (Schlagzeug), Mira Kempf (Flöte, Melodica) und Tuomas Huotari (Klarinetten) keine europäische Klassik studieren, sondern den systematischen Zweig des Fachs, in dem es um Akustik und Ethnomusik geht.

Im Vorpropgramm brezelte das Kasseler Instumentalquartett “35 mm” Melodien aus Filmen und Fernsehserien mal funky, mal düster auf - auch dies ein originelles Konzept. Weitere Auftritte mit Videozuspielungen sollen folgen. - HNA vom 21.1.2008


Discography

Den Magiske Snor // CD 2004
www.homebody.de

Piilo Polku // CD 2005
www.rhinozorro.de

50 Zloty // CD 2008
PJR - Poetic Jazz Records

Musik für TV-Produktionen:
Zu Fuss durch Lappland // ARD 2004
Kultur-Jounal // NDR 2005

Photos

Bio

Kosmo Koslowski - ein ungewoehnlicher Name fuer ungewoehnliche Musik: Polka, Hip Hop, Balkan, Jazz - nichts von alledem und doch von allem ein bisschen. Das ist Piratenjazz.

Unter dieser Flagge segeln Kosmo Koslowski nun seit 2002 durch die musikalischen Gewaesser dieser Welt. Die Besatzung bilden dabei Klarinette, Querfloete, Geige, E-Gitarre, Kontrabass, und Schlagzeug. Urspruenglich Klezmer und Gypsie-Jazz verhaftet, begann das Sextett bald, mit anderen Stilen zu experimentieren. So gesellten sich zu den heiter swingenden Melodien die unsymmetrischen Taktarten osteuropaeischer Folkore, sowie Elemente aus Hip Hop, Reggae, Drum'n'Bass, Gameboy- und Zirkusmusik.

Nach zwei Jahren Studioarbeit erscheint Anfang 2008 "50 Zloty" - die dritte CD von Kosmo Koslowski. Entstanden ist ein Album, das einen musikalischen Kosmos aus Zirkuspolka, psychedelischer Klabautermusik und Folklore Imaginaire eroeffnet. Da wundert es nicht, dass Kosmo Koslowskis assoziative Liedtitel von tanzenden Kaulquappen, bulgarischen Nasenbaeren, spanischen Hufschmieden und lateinamerikanischen Göttern handeln.

Bei Spezial-Konzerten arbeiten Kosmo Koslowski seit einiger Zeit mit dem Hamburger Klangtueftler und Samplemeister Cobtop zusammen, der mit Roboterhandschuh, Buzzer und Joystick kraeftig im digitalen Kochtopf rührt. So verschmelzen traditionelle Klangfarben mit neuen Sounds zu einer spannenden Mischung.

Wer also die Gelegenheit bekommt Kosmo Koslowski live zu erleben, sollte sich diese nicht entgehen lassen, denn: Piratenjazz bewegt Kopf, Bauch und Beine!

--- English ---

Inspired by Klezmer, Eastern European folklore and Reggae, "pirate-jazz" is the unique genre of the six musicians who make up the band Kosmo Koslowski. Their origins are as varied as their music: from Germany, Denmark, Poland and Finland with instruments such as Guitar, Flute, Melodica, Violine, Clarinet, Bassclarinet, Doublebass, Drums and Percussion.

Kosmo Koslowski concentrate moods, Stories and visions with the result of a richly musical illustration. It's music for mornings - music for evenings - just music for today! Sometimes sweet - sometimes scarry - always inimitable!