Kraków Loves Adana
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Band Alternative Pop

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Music

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Genug des kaputten Sounds und der abgefuckten Attitüde lieb gewonnener Pop-Rock-Acts, die man bis zum Mainstream begleitete, war es gestern doch nett mal wieder eine kleine Entdeckung zu feiern. Das Freiburger Duo aus Sängerin und Gitarristin Deniz Cicek und allround Instrumentalist Robert Heitmann stellte sein Debutalbum „Beauty“ mit Unterstützung eines Bassisten und eines Drummers im gut gefüllten Bang Bang Club vor.
Zu den fragilen, minimalistischen Songs passte die unerwartet erwachsene, weiche Alt-Stimme der zarten Frontfrau perfekt. Ernsthaft und nachdenklich trug der melancholische Sound das Publikum stimmungsmäßig vom Sommer in den Herbst. Ästhetisch zeitlos, wie die erste Singleauskoppelung „Porcelain“, mit dem Warhol zitierenden, arty Schwarzweiß-Clip, die spätestens wenn das Laub fällt in jedem Ohr sein wird.
Mit zunehmender Konzertdauer wurde die Atmosphäre im Club intimer und die erst unsicher wirkende, junge Sängerin im Leopardenlook selbstbewusster. Sinnbildlich vielleicht für die Zukunft der Band, die sich derzeit im Rohdiamanten-Status befindet und von der sicher noch einiges zu erwarten ist. Die kleine Panne mit der kaputten Gitarre hat sie jedenfalls mit aller nötigen Coolness gemeistert, Deniz Cicek gab alleine die Zugabe und kippte sich beim Abgang von der Bühne den verdienten Schnaps! Cheers! Und danke für den schönen Abend! - stylemag.net


Weniger ist mehr. Findet ein Duo aus Freiburg und zeigt: Nicht nur The XX betören mit minimalem Aufwand maximal.

Es begann in einer Großraumdisco. Eigentlich müsste der Text hier enden, denn: Welche gute Geschichte begann je in einer Großraumdisco?

Im müffelnden Kunstnebel, umzingelt von erlebnishungrigen Kleinstädtern, passierte es vor dreieinhalb Jahren dennoch: Robert Heitmann traf Deniz Cicek, sie sprachen, ließen Bandnamen fallen, erkannten einander und zogen kurze Zeit später nach Freiburg. Dort gab es Studienplätze für Zahnmedizin (sie) und Biologie (ihn) und Indie-Discos.

Im neuen Zuhause nahm Robert auf, was Deniz zur Gitarre sang: Lieder über kalte Hände und freie Herzen, Illusionen, Zigaretten und Plastikgitarren, die klingen wie Harfen. Vorgetragen mit distanzierter Stimme, musikalisch festgehalten wie eine Marionette an dünnen Fäden: Gitarre, Gesang, dazwischen viel luftiger Raum.

Sie brauchten noch einen Namen und wählten den nahe liegendsten: Roberts Mutter stammt aus Polen, Deniz’ aus der Türkei. Wäre „Zart-Core“ nicht schon vom Berliner Duo Komeit besetzt, man würde es so nennen. Auch an die berühmtesten Minimalisten von 2009 denkt man.

Naturgemäß lieben Robert und Deniz The XX. Noch mehr aber Elliott Smith, selig: „Wenn man traurig ist, muss man unbedingt ihn hören. Man wird dann zwar noch trauriger, aber es hilft. Ich schätze es, dass man so viel hineindenken kann in seine Musik“, sagt Robert.

„Es müsste immer Musik da sein, bei allem, was du machst“, sinniert Frank Giering in „Absolute Giganten“. The Notwist schrieben damals den Soundtrack. Heute müsste man Kraków Loves Adana fragen. Der DJ in der Großraumdisco hat auch so genügend Alternativen. - Musikexpress (Simone Deckner), Ausgabe August 2010


Es gibt sie selten, aber doch immer wieder, diese Platten, die einen völlig überraschen. Man denkt sich, hm, komischer Bandname, nie gehört, legt die CD ein - und ist plötzlich völlig verzaubert. Dieses Kunststück gelingt dem Freiburger Duo Kraków Loves Adana, bestehend aus Deniz Cicek und Robert Heitmann. Denizs Stimme trägt die teils fragilen, teils verspielten, teils zartpoppigen, teils rumpelkanrzigen Kompositionen mit unergründlicher Tiefe und samtig-schroffer Schönheit, untermalt von Gitarre und/oder Klavier - und sonst ziemlich wenig. Das Debütalbum nennt sich passenderweise "Beauty" und liegt irgendwo zwischen Portishead, PJ Harvey und Tanita Tikaram. Robert erklärt die Idee hinter dem bezaubernden Klanggerüst: "Wir haben versucht, so minimalistisch wie möglich zu sein, ohne das Ganze dabei leer klingen zu lassen." Mission erfüllt. Un der Name? Eine Stadt im Südosten Polens liebt eine Stadt im Südosten der Türkei? "Wir haben mit der Idee gespielt, Städtenamen zu verbinden, und das mit dem Wort 'loves' zu tun, gefiel uns sehr gut. Und in der Tat, meine Mutter stammt aus Polen, während Denizs Eltern kurdische Türken sind." Eine einzigartige Verbindung, die sich in einzigartiger Musik niederschlägt und von ebenso einzigartigem Album-Artwork begleitet wird. Schon mal was von einem Toyota Century gehört? Der ziert das Cover und ist etwas ganz Besonders. Der Inhalt hält das Versprechen. - Piranha (Matthias Jost) Ausgabe 7/2010


You may have cured your personal curse
but for me nothing changes anyway

(Kraków Loves Adana - Iron Heart)

Sein Debütalbum “Beauty” (= Schönheit) zu nennen, zeugt gleichermaßen von Selbstbewusstsein wie auch von großem Stolz. Nach dem ersten Durchlauf der CD ist allerdings klar - einen passenderen Titel hätten Kraków Loves Adana nicht wählen können. Dabei reden wir hier nicht von oberflächlich schön-polierten Songs, sondern von Song-Perlen, die ihre Schönheit gerade auch aus ihrer rohen Produktion ziehen. Vielleicht kommt daher der häufig erwähnte Vergleich zu The Kills, vielleicht auch einfach weil sich auch hier nur ein Mann und eine Frau zusammengefunden haben - so oder so, ein Song wie “Peripety/Catastrophe” würde sich auch gut im Set des englisch-amerikanischen Duos machen.

Wer jetzt schon abgeschreckt wegen des Rock-Röhren-Vergleichs dem Album keine Chance gibt, tut diesem wahrlich falsch. Gerade die Variation verschiedener Stile, die sich auf Albumlänge zu einem funktionierenden Ganzen zusammenfinden, ist eine der Stärken von “Beauty”. Songs wie das schon erwähnte “Peripety/Catastrophe” fügen sich nahtlos ein in eine Reihe mit dem klassisch-anmutenden Piano-Stück “~” und dem schön atmosphärischen “Red Paperclips“, dem Anfang zum zweiten Teil der CD. Dieser enthält mit “Iron Heart“, “Wolfes“, “Porcelain“, “Slowly Floating Blood” allesamt Songs, an denen man nicht vorbeikommt, ohne sie ins Herz zu schließen. Das ist Größe, das ist Schönheit - das ist Kraków Loves Adana! - Bedroomdisco.de


Kraków Loves Adana aus Freiburg nehmen es sehr genau mit dem Klang. Das hat ihr Debütalbum zu einer kleinen Pop-Schönheit werden lassen.
Robert Heitmann klingt verzweifelt: “Man hat es nicht leicht mit seinem Debüt.”
Wahrlich nicht. Kraków Loves Adana nennen er und Deniz Cicek ihre Band, Beauty ist ihr eben erschienes erstes Album. Er hat es großzügig an die Presse verschickt, sogar auf Vinyl; das Hamburger Label Clouds Hill hat eine Viertelseite im Musikexpress gekauft – und dann wird es dort zwar rezensiert, lieblos aber, und ungerecht.
“Zwei Gitarren, ein Laptop und eine Stimme”, seien auf Beauty zu hören, schrieb der Musikexpress. “Wir haben auf dem gesamten Album nicht ein einziges Mal einen Laptop verwendet”, sagt Robert Heitmann. Wie kann man sich nur so verhören?

Um zu verstehen, wie tief sich dieser digitale Pfeil in Heitmanns Herz bohrt, muss man wissen, was es mit Clouds Hill auf sich hat. Clouds Hill ist nicht nur ein Label sondern vor allen Dingen ein Studio. Hier in Hamburgs Osten, direkt an der Elbe, widmen sich betuchte Männer dem guten Klang. Sie haben analoge Schätze um sich geschart, eine Neve 8068 etwa, das Mischpult, dass einst Sir George Martin gehörte. Unnötig zu sagen: Sowas gibt’s in Deutschland sonst nirgends.

Wer hier aufnimmt, dem ist der Sound seiner Lieder nicht egal. Folglich erklingen auch die Töne auf Beauty dezidiert, jede Melodie, jedes Instrument, jede Zeile ist zu verfolgen. Nie steht eines dem anderen im Weg, nie drängen Spielereien in den Vordergrund. Laut und leise dürfen hier noch sein, das ist eine angenehme Ausnahme im Gleichlaut unserer Tage. Ein Laptop, da hat Robert Heitmann recht, ist in diese Lieder wahrlich schwer reinzuhören.
Meist ist da kaum mehr als ein zartes Schlagzeug, die sacht mal gezupften, mal gestreichelten Gitarren und die sichere, dunkle Stimme von Deniz Cicek. (Irritierend allerdings manche ihrer denglischen Zungenschläge. “Das kann ja auch schön sein”, sagt Robert Heitmann. “Uns gefällt das gesungene Englisch in Bezug auf den Klang besser als das Deutsche.”) Manchmal wattieren ein Klavier oder eine Orgel die Melodie, selten zerrt Robert Heitmann an seiner Gitarre. Scheinbar leicht zu erschließen sind die Lieder, schwer zu ergründen ist ihr Reiz. So klängen Prefab Sprout, wenn deren Paddy McAloon eine nicht gar so große Liebe zum Meldodram kultiviert hätte.
Zu Prefab Sprout passte auch der Plattentitel. Denn natürlich ist das vollkommen größenwahnsinnig, sein erstes Album Beauty zu nennen. Aber schön ist es ja wirklich. - zeit.de (Jan Kühnemund)


Dass die Hoffnung für Musik aus Deutschland längst nicht verloren ist, beweist nicht zuletzt eine neue deutsche Band Kraków Loves Adana, die die Hamburger Clouds Hill Recordings (u.a. 1000 Robota) ihr musikalisches Zuhause nennen darf. Aus nur 2 Leuten bestehend, bestechen sie durch schroffe Gitarrenklänge von Robert Heitmann, kombiniert mit zerbrechlich zartem Gesang von Deniz Cicek, der an Beth Gibbons (Portishead) erinnert. Und das soll was heißen - unfassbar, dass dieser raue und tiefe Gesang der erst 22jährigen Sängerin von Kraków Loves Adana entstammen soll. Neben unzähligen Duos wie beispielsweise The Kills, The White Stripes, oder Death From Above 1979, sind sie ein weiteres Beispiel dafür, dass man auch zu zweit lückenlos dichte Musik machen kann. Hier und da hört man ein wenig Klavier, ein bisschen Bass, jedoch dominiert der Minimalismus. Weniger ist eben oft mehr. Der außergewöhnliche Bandname verweist auf die Geburtsorte ihrer Mütter. In ihr Album "Beauty" kann man hier reinhören und aktuelle Neuigkeiten ihrem Blog entnehmen. - Musique Magnetique


Kraków Loves Adana sind eine in einigen Belangen recht ungewöhnliche Band. Sie machen Gitarrenmusik, denn ihre Songs bauen im Grunde auf dem Mix aus dem Gesang von Deniz Cicek und das Gitarrenspiel von Robert Heitmann auf. Doch klingt das nicht nach dem, was man weitläufig unter Gitarrenmusik versteht, denn hier werden weder die Seiten hart angeschlagen, noch der Gesang ins Mikro geschmettert. Ganz einfach gesagt, Kraków Loves Adana machen Gitarrenmusik von enormer Unaufgeregtheit. Sie nehmen sich Zeit, das merkt man ihrem Debüt “Beauty” auch von der ersten Minute an.

So dauert es im Opener ein Weilchen, bis Deniz Cizek mit ihrer recht eigenen Stimme das Stück so richtig eröffnet, ab diesem Zeitpunkt ist man dann aber auch gleich gefangen. In der Schönheit der Arrangements, in die man sich nur allzu gerne fallen lässt. Ja, Kraków Loves Adana halten das, was der Albumtitel verspricht, kommt ja auch nicht so oft vor. Erstaunlich ist an ihren Kompositionen, dass es auch gar nicht viel mehr braucht, als eine E-Gitarre und ein wenig Gesang, um über elf Songs zu fesseln. Ganz anders auch, als andere Bands verpulvern sie ihre gesamte Munition nicht zu Beginn des Albums, sondern behalten immer einen Trumpf in der Hinterhand. Den bräuchten sie zwar nicht, denn nach neun Stücken ist man bereits überzeugt, hier ein in seiner Schönheit und Getragenheit, wunderbares Album vor sich zu haben. Dennoch gibt es mit “Wolves” und “Porcelain” bei etwas erhöhtem Tempo so etwas, wie ein Sahnehäubchen oben drauf. Das Duo steigert sich noch einmal richtig rein und entlässt den Hörer dann wieder in die Stille von “Slowly Floating Blood”. - White Tapes (Ariane)


Discography

Beauty (2010)

Photos

Bio

Met first three years ago in a club in the middle of nowhere, Deniz Cicek and Robert Heitmann startet to discuss about music and found out that they love the same artists and songs. They moved together to Freiburg and started to write their own songs in their small apartment.

Singer Deniz Ciceks expressive voice and Heitmanns understated and anyhow deranged guitar-sound are creating an extreme musical density.

Tracks like "Wolves" or "Cold/Closed" are building up quite carefully, so fragile that you fear for them, before the noise becomes louder and the lines "Love was always a fragile kind of truth" get stronger and all fear turns to amazement.