the marble faun
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the marble faun

Band Alternative Singer/Songwriter

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Music

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"Vom Verschwinden"

"Klaenge, Geraeusche, Melodien, verortet irgendwo zwischen Alice im Wunderland und mythischen Nirvana: Wenn "The Marble Faun", sprich Christoph Klinger, Musik macht, dann entrueckt die Szenerie ein wenig, wie ein weich-blumiger Rausch. Der Tuebinger Philosophiestudent ist so etwas wie ein Alleinunterhalter, spielt Gitarre, Klavier, Synthesizer und singt dazu.

"Disappearer" heißt sein erstes Album, das am Dienstag deutschlandweit in den Handel kommt. Die Musik changiert im Spannungsfeld Pop, Indie und Alternative Rock und probiert alles aus, was jenseits des Mainstreams liegt. Das Resultat: Ein erstaunlich reifes und experimentierfreudiges Album, das bis zum letzten Track Ueberraschungen bietet.

Den Einstieg macht eine Soundcollage - Verkehrslaerm, das Hallen in einer Unterfuehrung, mündend in Vogelzwitschern. Ueberhaupt mischt Klinger immer wieder Geraeusche, Stimmen und Fluestern in die Songs, mal beilaeufig, mal forcierend, buendelnd, verzerrend bis ins Extrem. "Piano in the Forest" heißt der Opener, es erklingt perlend aus dem Zwitscherteppich, behutsame Akkorde und Läufe, dazu Xylophonklaenge und melancholischer Gesang. Und das alles, ohne in Kitsch oder Betulichkeit zu muenden. Kraftvoller, wenn auch nie forsch wird es in "Bewilderment #242", akustische Schlaggitarre, röhrendes Sax (gespielt von Ralf Mattes), E-Orgel - vorantreibend und angenehm rockig. In "The ape song" ist es aehnlich rhythmisch, doch die Klangtoenung wird dunkler. Die Texte sind assoziativ, jenseits von Larifari-Phrasen und weit mehr als nur schmückendes Beiwerk.

Mitsingen gehort nicht zum Konzept, dafuer ist die Musik ohnehin zu filigran und artifiziell, die Arrangments zu komplex. Doch fuer jeden auf der Suche nach interessanten Klangerlebnissen und ebenso anspruchsvoller wie eingaengiger Musik ist das Album eine Empfehlung wert." - Südwestpresse


"The Marble Faun - Disappearer"

"Alltagsgeraeusche, die sich an deinem Ohr festsaugen, dann ploetzlich die Stille im Wald. Ein Klavier, das sich aus der Stille herausschaelt. Dann eine Stimme. "Come a little closer, you don´t need to be so shy" fordert Christoph Klinger aka The Marble Faun uns auf. Das dazugehoerige Stueck heisst bezeichnenderweise "A Piano In The Forest" und gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was uns erwarten wird.

Dabei hat die Musik nichts Aetherisches, nichts Meditatives an sich, was bereits "Bewilderment #242" eindrucksvoll beweist. Ein ernstgemeintes Saxophonsolo gleich im Intro, das geht in 80 Prozent der Faelle in die Hose. Zum Glueck gehoert dieser Song zu den restlichen 20%, mit seiner lockeren Grundstimmung kann er locker mit Moneybrother mithalten, waere da nicht diese zerbrechliche Stimme, die sich verstohlen aus der Musik herausschaelt.

Diese Stimme wird auch schnell zum Knackpunkt der Platte. Duenn ist sie, fiepsig, kurzum gewoehnungsbeduerftig. Doch singt sich Klinger im alles in den Schatten stellenden "The Ape Song" ohne falsche Scheu und mit allerlei charmant schiefen Toenen durch ein Falsett, dass man danach gar nicht anders kann, als ihn gut zu finden. Ueberhaupt erinnert auf "The Disappearer" einiges an den grossen Joe Jackson. Das haemmernde Klavier, die bereits angesprochene eigenwillige Stimme, die Dynamik zwischen laut und leise. Dabei beschraenkt sich der Marmorfaun jedoch nicht auf Altbackenes, sondern lotet in Songs wie "From Afar" sehr wohl gekonnt die Moeglichkeiten der großen Gesten im Spannungsfeld zwischen Song und Soundscapes aus." - www.crazewire.de


"Traurige Landschaft"

"Klinger zieht die Zuhoerer schon mit dem ersten Lied in eine Musiklandschaft der Traurigkeit, die er immer feiner gestaltet. Er erzaehlt von Schmerz und Leid. Stellt die Frage, wer ihn von oben beobachtet - ein Freund oder ein Feind? Wird humorvoll, schickt zu seinem Folk-Gitarrenspiel den Rattenfaenger von Hameln auf Seelenjagd. Ergreifend gut und traurig: Das Fernsehen ist wichtiger, der Rattenfaenger scheitert. Der kurzzeitig erhebende Gesang wird wieder melancholisch, das Vibrato in seiner Stimme leidet. Statt der spitzen Gitarrenakkorde traegt jetzt der warme Klang des Fagotts die gesungenen Traenen durch den Raum." - Suedwest Presse, Germany


Discography

[disappearer] - 2008/Aesculap Media/Radar Music
some songs to burn your ears (EP) - 2007/Eigenproduktion

Various songs have been played in local radio stations or internet radio.

Photos

Bio

"The marble faun" ist ein Dieb. Er stielt uns selbst, nimmt uns mit in seine eigene kleine Welt. Man fuehlt sich wie in einer Schneekugel, durch eine dicke Glasschicht abgeschottet vom Trubel und Laerm des Alltags. Hier gibt es Zeit und Ruhe. Der Marmorfaun nimmt die Schneekugel, dreht sie behutsam um und es beginnt. Zarte Pianotoene schweben herab, funkelnde Gitarrenakkorde. Bittersuesse Melancholie umschmeichelt unsere Ohren. Dann auf einmal bricht der Sturm los, ein stampfendes Schlagzeug, entrueckte Sphaerenklaenge, flirrende Elektronik...
Darueber schwebt Christoph Klingers zerbrechliche Stimme und jede Silbe droht zu bersten unter der Spannung der Emotionen, die hier zum Ausdruck kommen. Erst melancholisch, dann aggressiv, dann ploetzlich erhebend und voellig frei. Und doch entbloesst er sich nie ganz, setzt sich stattdessen immer neue, kunstvoll verzierte Masken auf und treibt so sein neckisches Spiel mit uns.

Christoph Klinger ist nicht der geborene Rockstar. Auf den ersten Blick wirkt er eher ein wenig schuechtern und verschlossen. Aufgewachsen im spiessigen Kleinbuergertum Oberbayerns, studiert er inzwischen Philosophie in Tuebingen. Doch seine grosse Liebe ist und bleibt die Musik. Seine ersten Stuecke komponierte er mich acht Jahren am Klavier, es folgten fruehe Banderfahrungen und Solokonzerte. In verschiedenen Gruppierungen ist er immer wieder auf Buehnen in ganz Deutschland zu hoeren. "The marble faun" ist nun seine neue Herzensangelegenheit. Die Musik fliesst hier direkt aus ihm heraus, er praesentiert sie so intim und unverhuellt wie nie zuvor.
Nach einer EP und einer kleinen Deutschlandtour arbeitet er nun fieberhaft an seinem ersten Album. Dabei unterstuetzen ihn zahlreiche befreundete Musiker, die mit ihren individuellen Faehigkeiten noch mehr Farbe in die Songs bringen.

Die Aufnahmen zum Debutalbum von "the marble faun" sind vielleicht die positivsten geworden, die Christoph Klinger jemals gemacht hat. Das heisst nicht, dass es sich hierbei um Spassmusik handelt. Doch in all der Melancholie und der Wut findet sich so viel Erhebendes, so viel einfach nur Schoenes, dass man nach dem Verklingen der letzten sanften Piano-Toene eine Woge der Dankbarkeit verspuert. Man verlaesst dann die Welt des Marmorfauns wieder - mit einem versonnenen Laecheln auf den Lippen.

[Pressetext von Niklas Corall]