Suralin
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Suralin

Chemnitz, Saxony, Germany | INDIE

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Band Alternative Rock

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Jul
09
Suralin @ Markt Jena

Jena, None, Germany

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Jul
01
Suralin @ Wasserschloss Klaffenbach

Chemnitz, None, Germany

Chemnitz, None, Germany

Music

Press


Schön, wenn eine Band endlich mal wieder nicht einfach nur losmusiziert, sondern sich auch über Kontext- und Deutungsfragen ihre Gedanken macht. So wie Suralin aus dem Chemnitzer Umland. Ihre Intentionen stehen nicht nur im Platteninfo, sondern lassen sich auch aus den neun Songs ihres Debüts herauslesen. Und zwar aus einem hohen Maß an Komplexität und Vielfalt.

Suralin changieren zwischen einer Math- und Noiserock-Prägung und zeitgenössischen Postpunk-Dynamiken, außerdem verweben sie Psychedelic- und Kraut-Elemente in ihren Sound. Das ist oftmals sehr respektabel und substanziell, allerdings ist die Band nicht ganz frei von dem altbekannten Fallstrick, zu verwegen alles zuzulassen und identifikatorische Merkmale zu vernachlässigen. Gut ist, wenn sich das Rohe von Bands wie Shellac oder diversen BluNoise-Gruppen herausschält, wenn sie ein Thema auch einmal für ein paar Momente auswalzen. Das passiert tatsächlich nicht selten, hin und wieder fehlt Suralin aber auch schlicht der Knalleffekt. Kann aber noch werden, denn eines macht "Leda" deutlich: Diese Band ist zu noch viel mehr in der Lage.

In drei Worten: Vielfalt / Freiraum / Math
- www.intro.de (Intro Magazine #187 Print)


Coming from the small East German town Hohenstein-Ernstthal which is otherwise known as the birth place of Karl May, Suralin may not have originated in one of Europe’s cultural capitals, but that didn’t prevent the quartet from releasing their debut Leda only a short year after their inception. Normally I don’t take label info sheets at face value, and considering that Sweet Home Records are normally into quieter music, I felt disoriented at first by the sheer splendour of what these young Germans are practicing on their first CD. It’s hard to believe that a band can have already such a degree of maturity in such an early stage of their career.

Suralin basically play indie rock, but combine this with the groovy bass lines of post punk and occasionally the visceral fierceness of noise rock. The opener Holy Dancer is a prime example of funky post punk that can’t deny Gang Of Four and Wire as its godfathers. The bass guitar is very dominant, the guitars offer biting riffs, the vocals are subdued during the verses but become more present during the chorus. The following title track veers into a rather opposite direction, with a more relaxed mood and a stronger indie rock orientation. To prove that they have still more aces up their sleeves, Time Is Timeless is a catchy alternative rock hit with wonderful dual vocals, emotional gravity and screaming guitars that reminded me of German noise rock of the Nineties, even though that period supposedly had no impact on the band. Dada Tic is yet another more post punkish track, this time with a strongly angular feeling.

Most newcomer bands would have run out of ideas halfway into their first album, but Suralin are far from finished dishing up future classics of indie rock. The second half of Leda comes with their longer songs where they mash up their different influences into more complex material, continuing the virtues of what preceded, but this time unafraid to have a grooving bass part followed by an enchanting chorus.

While many new bands struggle to find their identity, Suralin have not only created a highly enjoyable debut, but have given it a suspenseful structure, starting with accessible and less convoluted songs before giving way to an even more mature approach that proves that they are fully able to fit all their different ideas into one song and still make it sound great! It doesn’t happen very often that I opt for the maximum grade, and even less so for debut albums, but if there is any justice left in the world, Suralin will make it very, very big!
- www.disagreement.net


Was Karl May, Knetmasse und die griechische Mythologie miteinander verbindet. (Oder auch nicht.)

Für Kenner der griechischen Mythologie ist es ein alter Hut: Leda, Tochter des Thestios und der Eurythemis, war die Frau, die von Zeus, in der Gestalt eines Schwans, verführt und geschwängert wurde. Und wer in der DDR aufgewachsen ist, kennt Suralin. Jene Knetmasse, die - ähnlich dem westdeutschen Pendant Fimo - relativ leicht formbar ist und im Backofen ausgehärtet werden kann. Mythologie und Knetmasse, Schwäne und Musik - wie geht das zusammen? Vielleicht gar nicht; vielleicht aber spielt die Namensgebung auch bewusst mit der Wechselwirkung von Alt und Neu, Antike und Moderne. Der Geschichte(n) nicht genug, stammt die Band SURALIN ausgerechnet aus dem sächsischen Hohenstein-Ernstthal, dem Geburtstort von Karl May. Und der war ja bekanntlich einer der erfolgreichsten Autoren von Trivialliteratur ever. Die Lateiner unter uns wissen, dass der Begriff trivialis in seinem Ursprung nicht auf seine heutige Bedeutung im Sinne von alltäglich oder gar belanglos, sondern auf trivium zurückzuführen ist: Die Kreuzung dreier Wege.

Das Trivium von SURALIN könnte man nun beispielsweise mit folgenden Worten beschreiben: Gitarre(n), Schlagzeug, Bass. Oder: Sonic Youth, Gang Of Four, Fugazi. Vielleicht auch: Interpol, Bloc Party, Editors. Vor allem aber entspricht das Debütalbum Leda den drei Attributen: mitreißend, kantig und eingängig zugleich. SURALIN bewegen sich mit ihrer gerade einmal einjährigen Bandhistorie erstaunlich versiert und geschmackssicher im weiten Feld von Indierock, Postpunk und Postrock. Da sind einerseits Songs mit wunderbar knarzigem Sprechgesang wie beim funkigen, rauhen Opener 'Holy Dancer' oder bei 'Dada Tic', auf der anderen Seite die ungeschliffenen und doch glasklar-hittigen 'Time Is Timeless' oder 'Hit And Run'. Überbordende Kreativität und die hohe Kunst des Postrock dann beim fantastischen Instrumental 'Golden'.

Man kann ALEXANDER WARNKE (guit, voc), TONI FIEGERT (guit, voc), STEVE LÖSSNER (drums) und MATTHIAS VOGEL (bass) vielleicht vorwerfen, dass sie bei den maßgeblichen Bands der 80er und 00er Jahre ein wenig abgeschrieben haben - und um zurück zum Suralin zu kommen: die ganze Masse ordentlich durchgeknetet, dabei kräftig das Feuer im Ofen angeheizt haben, um schlussendlich ein formschönes bzw. klangvolles Produkt in den Händen zu halten. Wie sie allerdings die Grundelemente aus klassischem Indierock, sperrigem Noiserock und grandiosem Shoegaze-Sound miteinander kombinieren und zudem mit eigenen Innovationen versehen, verdient uneingeschränkten Respekt.


SURALIN (w/ THE SUN AND THE WOLF + SLASHING GALES) am Freitag, den 12.11.2010 im Rahmen von Popmonitor live im NBI (Kulturbrauerei)


SURALIN
Leda
(Sweet Home Records/Broken Silence)
VÖ: 23.07.2010
- Popmonitor Berlin


Mehr braucht es doch gar nicht: Stimme, Bass, Drums und zwei Gitarren, dazu das coole Wissen um all die tollen Bands aus den 80ern, die den Post-Punk ermöglicht haben. Sonic Youth und Wipers fallen mir spontan beim Hören dieses Albums ein. Die vier Menschen von Suralin lieben ihren Sound puristisch und schnörkellos, auf jede Art von Effekten und Inszenierung wird verzichtet, stattdessen wird mit trockenem Groove der Macht zeitloser Gitarrenriffs gehuldigt. Mal dynamisch-zackig zum Matteschütteln, gerne aber auch in mittlerem Tempo, ein wenig träge, dafür aber psychedelisch. Das Verhältnis von Gesang zu Gitarren erinnert an Bands wie Dinosaur Jr. oder Notwist, der Groove geht manchmal ganz allmählich von hart rockend zu durchaus funky über, sagen wir mal im Sinn von Bands wie Karate. Ansonsten regiert hier Abwechslung, mal Instrumental mit fettesten Stoner-Riffs und eruptivem Noise, dann aber auch wieder untergründig brodelnd, mit subtilem, aber immer treibendem Beat, alles ganz hervorragend und wirklich staubtrocken produziert. Zwingendes Debüt einer viel versprechenden deutschen Band. (Joe Whirlypop) - www.glitterhouse.com


SURALIN aus ... Woher? Genau. Herkunft ist sowieso (nicht einmal) halb so interessant wie das, was es auf dieser CD zu entdecken gibt. Soviel vorweg: Meine persönliche Platte des Jahres. Es ist geradezu unfassbar, was die vier Männer aus und um die Sweet Home Records-Mischpoke im Osten der Republik (Hohenstein-Ernstthal, für die ganz akribischen) hier abliefern.

Eine geradezu perfekte Melange aus klassischem Indiepop, Noiserock und Post-Punk in einem äußerst zeitgemäßen, spannenden Gewand. Wie an der sprichwörtlichen Schnur gezogen, bauen sich die Songs auf, spielen dramaturgisch einwandfrei mit einem Arsenal an Ups und Downs.

Sie preschen voller noisiger Energie voran, um die Dramatik im nächsten Augenblick wieder in sich zusammenfallen zu lassen und erneut eine melodiöse Ruhe vor dem nächsten Noise- und/oder Harmonie-Gewitter zu kreieren.

Diese Platte ist alles, außer nicht durchweg grandios. Wer die Möglichkeit hat, die Jungs einmal live zu bewundern: Chance nutzen. Abgesehen davon, dass Sänger Alex (mit und ohne Schnubbi) wahnsinnig gut aussieht, diese Band bringt es schlicht und ergreifend auf der Bühne.

Organisch, überzeugend, fehlerlos – ach herrje – ja: einfach tight wie Scheiße, die Typen! Kurz: Ein Erlebnis – auf ganzer Linie. Wer sich diese Band entgehen lässt, den soll der Bohlen holen..Jörg Mechenbier
© by Ox-Fanzine / Ausgabe #91 (August/September 2010)
- Ox Magazine Print #91


[01] Suralin – Lift Off/Mystery Train [Leda]
Suralin come from the small East German town of Hohenstein-Ernstthal and have really impressed me with their debut album Leda. Having played Bass in a couple bands when in my teens I always have a soft spot for a good bass line and this album has the bass as one of the dominant instruments, reminding me in a way of Wire and Gang of Four.

This track has a grand old rumbling bass to start the mix but there’s more to the song than that with some lovely guitar work and a lovely feel to the song that shows maturity and mellowness for such a young band. There’s not a bad track on the album with other highlights being the opener Holy Dancer with its funky post punk sound and Time Is Timeless, a catchy alternative rock song that should surely be filling a stadium near you soon
- www.musicforthemonth.com


Discography

27th March 2010 - V.A. "Our Psychosomatic Love³"
(with the song "leda")

23rd July 2010 - Suralin "Leda" (first Album)
on Sweet Home Records

upcoming:

September 2011 - Suralin - "a general dogsbody" (second album)
on CARGO RECORD gmbH

Photos

Bio

The Band was founded in 2009. All members also play in other projects, even with great differences in kind of music. so for example the elctronic band Radar or the garage-indie band Enny75. but we are looking for creating a new simple and reduced style of guitar-music. for us it is important to take only guitars, bass, drum and voice in our songs. infact we write songs and then we try to record and finish them. we don´t want to blur the first moment of a song, so it have to be spontaneous. so it was possible for us to write and record within the first year our first album "leda". after that we strongly worked on new material. in september we release one year after "leda" our second album "a general dogsbody" on Cargo Records Gmbh Germany.