The Tim

The Tim

BandRockPop

Er ist 1 Meter 62 gross und er will, dass Amerika sein Zimmer angreift. Er singt nicht wie Bob Dylan und er hat keine Aehnlichkeit mit Brad Pitt (zum Glueck!). Aber er findet, dass dein Freund aussieht wie ein Maedchen.

Biography

Einszweiundsechzig

„Bei mir gibt’s keinen erhobenen Zeigefinger.
Ich hab meine Hände lieber in der Tasche.“

Er ist 1 Meter 62 groß und er will, dass Amerika sein Zimmer angreift. Er singt nicht wie Bob Dylan und er hat keine Ähnlichkeit mit Brad Pitt (zum Glück!). Aber er findet, dass dein Freund aussieht wie ein Mädchen. Sein Name ist The Tim, und seine Songs bewegen sich unbeschwert zwischen melodischem Rock mit Pophook und griffigem Pop mit Rockgefühl. Sein erstes Album heißt „Einszweiundsechzig“ und ist randvoll gestopft mit Songs, die mal fröhlich, mal nachdenklich, mal rotzig und mal mit einem Hauch Melancholie daherkommen. Aber selten ohne einen herzlichen Schuss Ironie und Lachen über sich selbst und die anderen.

„Dein Freund sieht aus wie ein Mädchen“ ist die erste Single und bringt die besten Qualitäten von The Tim auf den Punkt: erfrischende Pop-Rhythmen, herrlich mitreißende Melodien und eine definitiv mitsingbare Hookline. „Ich liebe Mitsing-Songs,“ bestätigt er begeistert. „Es gibt nichts besseres, als wenn der ganze Club mit mir die Refrains singt und mitklatscht.“ So zum Beispiel geschehen, als The Tim beim Lotto King Karl-Weihnachtskonzert in der Hamburger Großen Freiheit im Vorprogramm sein Publikum in Herren und Damen aufteilte, und mehrere tausend Leute euphorisch den Refrain von „Dein Freund…“ mitsangen – obwohl niemand den Song je vorher gehört hatte. Das macht ihm bis heute eine Gänsehaut.

Dabei ist der bescheidene Mittzwanziger, der als Tim Sebastian Haufe im nördlichen Uetersen hinterm Deich geboren wurde, eigentlich eher ein stiller Typ. Aber auf der Bühne kehrt sich plötzlich der geborene Entertainer heraus: „Kaum habe ich ein Mikro vor der Nase, muss ich sofort anfangen, Unsinnn zu reden und die Leute zu unterhalten. Ich kann gar nicht anders. Ich mag auch so Mitklatsch-Sachen. Was vielen Leuten unangenehm ist, finde ich ziemlich super.“

Mit „Einszweiundsechzig“ präsentiert The Tim sein allererstes Album, und wenn jemand je ein Newcomer war, dann er. „Ich schreibe schon seit frühester Jugend Songs, aber ich hab sie eigentlich nie jemandem gezeigt,“ so Tim. Es brauchte eine ganze Reihe von Bekannten, die ein selbst aufgenommenes Demo-Tape hin und herreichten, bis es schließlich zufällig bei Rodeostar landete.

Produziert von Franz Plasa (u.a. Selig, Udo Lindenberg) in dessen Home-Studio, begannen die Songs, die The Tim bis dahin zumeist allein mit akustischer Gitarre auf die Bühne brachte, ein gesundes Wachstum, das alle Beteiligten in seinen Bann zog. Für Plasa wurde das Album ungewohnt rockig, für Tim faszinierend fett. „Die Produktion ist unglaublich geworden, die Band klingt ja wie ein ganzes Orchester. Franz war zu Anfang etwas skeptisch, weil er selten so etwas Direktes macht, Powerchords gibt es bei ihm ja sonst kaum. Aber es ging ganz schnell, bis wir ein echtes Team wurden, in dem jeder wusste, dass was Besonderes dabei heraus kommen würde.“ Gemischt wurde „Einszweiundsechzig“ schließlich von Swen Meyer, der seine Qualitäten bereits mit Tomte und Kettcar bewies, clubfähige Remixe von „Dein Freund…“ wurden bereits von Terms Of Use und anderen angefertigt.

Highlights gibt es eine Menge auf dem Album. Neben dem authentischen „Dein Freund sieht aus wie ein Mädchen“ („Den Typen gibt es wirklich! Der ist genau so, wie ich ihn beschrieben habe.“) findet man dichterische Perlen wie „Angelina Jolie“ (Du wärst so gerne Angelina Jolie / leider sieht Dein Freund nicht aus wie Brad Pitt), „Singen wie John Lennon“ (Wenn du mir sagst, das klingt sehr nach Bob Dylan für dich / ist es schon okay, dass du nicht verstehst / dass ich jetzt langsam bald durchdreh / Ich sing wie John Lennon für dich) oder „Deine Hände“ (Du wirst wohl immer mein Sommer sein / doch ich bin eher Dein Deutscher Herbst).

Und natürlich „Ich möchte, dass Amerika mein Zimmer angreift“. Der Song entstand noch in Tims Musiker-WG, in der er mit Teilen seiner heutigen Band zusammen wohnte. „Ich hab damals in einem 10m2-Zimmer gewohnt, in der chaotischsten WG der Stadt. Wir hatten mindestens 30 Gitarren im Flur, aber manchmal konnte man die Zimmertüren nicht aufkriegen, weil sie von leeren Flaschen versperrt waren. Und ich hab mein winziges Zimmer gehasst!“ Heute lebt Tim in einer eher aufgeräumten Wohnung in Hamburg-Eimsbüttel, die er auch im Artwork des Covers verewigt hat.

Aber nicht alles auf dem Album ist Spaß und Selbstironie, es gibt auch ein paar Songs, die ans Herz gehen. Die Erklärung einer unglücklichen Liebe auf „Es klopft an mein Herz“, das traurige „Tief auf dem Grund“, das verwirrenderweise mit einer ganz leichtfüßigen Melodie ausgerüstet ist, und die akustische Ballade „Unter einer Decke“, ein ganz stilles Liebeslied ohne jeden unangenehmen Pathos oder falsche Rührseligkeit.
Außerdem gibt es auf „Einszweiundsechzig“ eine überraschende Coverversion von „Immer Mehr“, Herwig Mittereggers Riesenhit von 1987. Dafür gab es eine sehr wohlwollende Freigabe von Mitteregger selbst.

Lyrics

Dein Freund sieht aus wie ein Mädchen

Written By: Tim Haufe

Dein Freund sieht aus wie ein Mädchen

Er heißt doch Daniel und kommt eigentlich aus Wien
Jetzt schwankt er zwischen Hamburg und Ost-Berlin
Mit 18 war er schon Millionär
Davon hat er jetzt auch nichts mehr

Da ist da dieser Typ, der bei ihm auf der Couch pennt
Sein liebgewordenes Langzeit-Experiment
Der singt seine Lieder vor’m H&M
Ich sag’ Dir Mädchen: renn, renn, renn, renn, renn

Dein Freund sieht aus wie ein Mädchen

Und da steht er nun in seinem Lieblings-Kellerclub
Noch nie hat er beim Fußball mal so richtig geruppt
Dienstagabend – hört nie auf
Sein Leben geht seit Jahren nur steil bergauf
Und Du tanzt zum Beat Seiner Lieblingsband
Er hat es irgendwie verloren dieses Brennen
Grad’ heut’ hat er sich verliebt in die Frau aus dem Fernsehen
Und will Dich nicht mehr kennen, kennen, kennen

Dein Freund sieht aus wie ein Mädchen...
Du fragst mich: Hey, Tim was geht denn?
Ich sag’: Hör endlich auf mit dem Blödsinn

Dein Freund sieht aus wie ein Mädchen...

Ich möchte, dass Amerika mein Zimmer angreift

Written By: Tim Haufe

Ich möchte, dass Amerika mein Zimmer angreift

Heute morgen beim Rasieren geschnitten
oh, ich hoffe es blutet noch lang – den ganzen Tag,
weil ich dich heut’ nicht mehr sehen mag
ich überleg’ nur kurz und hab’ dann auch gleich eine Ausrede parat
nur für den Fall, dass du fragst wo ich bleib’
& wohin das alles führen soll
das könnte ein sehr, sehr schöner Tag in der Hölle sein
doch warm ist es hier eigentlich nicht
ich bitte um Handzeichen von denen, den immer noch kalt ist

Ich möchte, dass Amerika mein Zimmer angreift

das Frühstück war völlig toastlos - wiedermal war gar nichts im Haus
und mich beschleicht das Gefühl, ich wohn’ hier viel zu lange schon
in diesem Zimmer sieht’s genau wie immer aus
für die Ordnung erntet niemand Applaus
hier räumt auch keiner mehr auf
nimmt langes Suchen in Kauf

Ich möchte, dass Amerika mein Zimmer angreift
ich möchte, dass es alles auseinanderreist
ich kann die Wand nicht mehr sehen
& ausserdem ist das Bett echt unbequem

Von dieser Stadt hier fällt mir nicht mal der Name ein
ich war sicherlich schon einmal hier – vielleicht ja sogar mit Dir,
vielleicht ja sogar mit Dir
an dieser Tür steht noch immer mein Name dran
ich glaub’ ich hab’ hier mal gewohnt
irgendwann & das ist auch noch gar nicht so lang her
diese Fenster sehen für mich wie aus Eis aus
ich weiß nicht, ob sich Eiskratzen lohnt
dahinter ist niemand zu sehen
dahinter das ganze Jahr Winter

Ich möchte, dass Amerika mein Zimmer angreift
ich möchte, dass es alles auseinanderreist
ich kann die Wand nicht mehr sehen
& ausserdem ist das Bett echt unbequem...

Es klopft an mein Herz

Written By: Tim Haufe

Es klopft an mein Herz

Was ist mit uns bloß passiert?
wir sprachen von Liebe
& manchmal auch noch von mehr
nun ist es so kompliziert
& mein Bett wirkt ohne dich viel zu leer
kann denn mein Herz nicht aus Stein sein?

Gibt’s nicht noch was zu sagen
nun schau’ doch in mein fragendes Gesicht
es kribbelt nicht nur im Magen
Oh, ich fühl’ was & ich weiß du fühlst es nicht

Es klopft an mein Herz
es pocht und es schlägt
hört nicht auf unentwegt
wann wird das endlich vorbei sein?
nie, wenn ich dich weiter seh’
meinen Kopf weiter verdreh’
kann denn mein Herz nicht aus Stein sein?

Muss das denn wirklich so wehtun?
kann die Zeit nicht ein bisschen schneller vergehen?
einmal tief atmen dann ausruhen
vielleicht kann ich das alles endlich verstehen?

Es klopft an mein Herz
es pocht und es schlägt
hört nicht auf unentwegt
wann wird das endlich vorbei sein?
nie, wenn ich dich weiter seh’
meinen Kopf weiter verdreh’
kann denn mein Herz nicht aus Stein sein

Warum seh’ ich denn nicht,
dass das alles nur mein Herz zerbricht
es wird nie mehr so sein
wie’s mal war mit uns zweien…

Es klopft an mein Herz
es pocht und es schlägt
hört nicht auf unentwegt
wann wird das endlich vorbei sein?
nie, wenn ich dich weiter seh’
meinen Kopf weiter verdreh’
kann denn mein Herz nicht aus Stein sein

Discography

Dein Freund sieht aus wie ein Mädchen (MCD) 19.09.08
162 (full length) 10.10.08

Set List

verschiedene Setlängen möglich