Tritonus
Gig Seeker Pro

Tritonus

Zürich (Kreis 1), Zurich, Switzerland | Established. Jan 01, 1985 | MAJOR

Zürich (Kreis 1), Zurich, Switzerland | MAJOR
Established on Jan, 1985
Band World Folk

Calendar

This band hasn't logged any future gigs

Aug
19
Tritonus @ Tonhalle Zürich

Zürich, Zurich, Switzerland

Zürich, Zurich, Switzerland

Mar
06
Tritonus @ Schloss Wartegg

Rorschacherberg, Saint Gallen, Switzerland

Rorschacherberg, Saint Gallen, Switzerland

Nov
20
Tritonus @ Restaurant Bären

Hundwil, Appenzell Ausserrhoden, Switzerland

Hundwil, Appenzell Ausserrhoden, Switzerland

Oct
28
Tritonus @ Kellerbühne St. Gallen

Sankt Gallen, Saint Gallen, Switzerland

Sankt Gallen, Saint Gallen, Switzerland

Sep
19
Tritonus @ Stiftung Rüttihubelbad

Walkringen, Bern, Switzerland

Walkringen, Bern, Switzerland

May
09
Tritonus @ Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, CH-8001 Zürich; http://www.kulturhaus-helferei.ch/

Zürich, Zurich, Switzerland

Zürich, Zurich, Switzerland

Oct
30
Tritonus @ kulturhinwil

Hinwil, Zurich, Switzerland

Hinwil, Zurich, Switzerland

Music

Press


... Tritonus’ Urbanus opus is a 24-track master-piece. A worthy successor to the magnificent, genre-spanning Fraunhofer Saitenmusik. Tritonus sing and tell their tales – where words are involved, sung in Schwizerdütsch (Swiss German) – and, on Urbanus, in their use of the unifying narrative device of a town’s nightwatchman on his rounds. At their disposal they have a sound palette of Swiss folk, art music and jazz instruments. The traditional Swiss ones have names, some in regional dialect, like hümmelchen (bagpipe), chalumeau and schalmei (shawms), schwegel (a transverse flute) and trümpi (Jew’s harp). Less obscure instrumentation includes drehleier (hurdy-gurdy), violin, viola, viola d’amore, double bass, bassclarinet and saxophone. Felicia Kraft sings. Percussion is especially well deployed, for example, on tick-tock Tanz Der Nachtgestalten (Dance Of The Night Figures/Forms). This octet’s take on folk music is a combination of original tradition-based material, historical manuscript research, art music with baroque flavourings and traditional elements. Much as Munich’s Fraunhofer Saitenmusik similarly swung from similarly deliciously blurry folk and baroque lianas, much of Tritonus’ music is predicated on dance.Theirs, though, is emphatically Swiss. The opening statement, Zur Blawen Entten (At The Blue Duck – a Zurich inn name), for example, is a zwiefacher, a dance switching between three/four and two/four time. - Ken Hunt, fRoots Magazine UK


Kontinuität und Sorgfalt
Ein Nachtwächter, ganz in die Zeit der musikalisch gebotenen Trouvaillen passend, nimmt das Publikum mit durch mittelalterliche Gassen, Kneipen und in private Gemächer einer freiheitlich denkenden Stadt. Freiheitlich deshalb, weil etwa in der strengen Zwinglistadt Zürich – wo die CD-Taufe stattfand – ab 1527 und bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts weder Tanz noch der Besitz von Musikinstrumenten erlaubt gewesen waren. An diesem Abend in der St. Galler Kellerbühne jedoch ist Musizieren das Lob der Stunde.

Sieben Musikerinnen und Musiker lassen die Zuschauer in längst vergangene Zeiten eintauchen – ohne den Anspruch zu erheben, dass alle Stücke damals genauso klangen. Und doch gelingt Tritonus aufgrund eingehender Recherchen, sorgfältiger Bearbeitung von historischem Volksliedgut und des professionellen Spiels in der Kombination von historischen und heutigen Instrumenten immer wieder ein Höchstmass an Authentizität. Unzählige Auftritte im In- und Ausland, etliche Auszeichnungen und erfolgreich produzierte CDs zeugen von einer kontinuierlichen, musikalisch unverwässerten Entwicklung. Die Gruppe, die zum 30-Jahr-Jubiläum die CD «urbanus» herausgebracht hat, mit deren Inhalt sie ihre Jubiläumstour bestreitet, beschäftigt sich einmal mehr virtuos und als Bilderbuch ausgebreitet mit Volksmusik, die bis 1800 in der Schweiz gespielt, gesungen und getanzt wurde.

Historisch und dennoch zeitlos
Vom Wirtshaus «Zur blawen Entten», einem Volkstanz, der einen in den Beinen juckt, führt der Weg weiter durch Gässchen, vorbei an Türmen und feiernden Studentengruppen. Die Sängerin und Perkussionistin Felicia Kraft singt «Schlaf mys Chind», eine feine Ballade, begleitet von sacht gestrichenen Saitenklängen (Kontrabass und Violonen: Andreas Cincera) und der fast gehauchten Bassklarinette von Andreas Ambühl. Hinaus aus der Stadt, zu den Bauern auf dem Feld und im Morgengrauen mit ihnen, die ihre Ernte auf den Markt bringen, wieder zurück: Klangfarben und Rhythmen verändern sich wie die Stimmung der Nacht, die erloschenen Feuer, die blass werdenden Sterne, wie der müde gewordene Gang der Gestalten.

Mit Cister, Schweizer Sackpfeife (Urs Klauser); Drehleier, Schalmei, Trümpi (Daniel Som); Violine und Viola d'amore (Andrea Brunner), mit Rahmentrommel, Schellen und Glöcklein wird der Esprit einer Historizität ins Zeitlose verschoben. Der Vier-Uhr-Glockenschlag verwebt sich mit dem Totenlied und endlich mit einem archaisch anmutenden Zäuerli, das wie ein seidener Morgennebel Raum und Herzen füllt.

Nächstes Konzert: Fr, 20.11., 20 Uhr, Restaurant Bären Hundwil. Am 22. 11., 21 Uhr wird «urbanus» auf Radio SRF 1 vorgestellt. - Brigitte Schmid Gugler, St.Galler Tagblatt


Das hervorragend besetzte "Tritonus"-Oktett erforscht die volksmusikalische Vergangenheit und macht uns jetzt zu Ohrenzeugen des 16. Jahrhunderts.
Volksmusik im "Bären" in Hundwil ist eine stimmige Verbindung von Programm und Ort. Das Restaurant strahlt Gemütlichkeit aus, besitzt kulinarisch und kulturell einen Namen und verfügt über einen ländlich-vornehmen Saal, den Kerzen in silbernen Leuchtern erhellen. Der stilvoll echte Rahmen erhöhte am vergangenen Wochenende den Genuss, mit dem "Tritonus"-Oktett einen ungewöhnlichen volksmusikalischen Stadtrundgang zu unternehmen.

Volksmusik als Sozialgeschichte

Wir können uns lesend ins 16. Jahrhundert vertiefen und anhand von Wandgemälden und Stichen eine Vorstellung der von Reformation und Gegenreformation zerrissenen Epoche gewinnen. Eine einmalige Ahnung dessen, wie die Volksmusik in der städtischen Schweiz vor fünfhundert Jahren klang, vermittelt "Tritonus".

Seit dreissig Jahren ist das Ensemble darauf spezialisiert, alte Volksmusik zu erforschen und den neben den Ländlern bestehenden Reichtum hörbar zu machen. Hierfür muss eine doppelte Schwierigkeit überwunden werden. Zum einen gibt es kaum schriftliche Überlieferungen, zum andern wurden heute nicht mehr gespielte Instrumente benutzt.

"Tritonus" mit seinem spiritus rector Urs Klauser, Musikhistoriker und Instrumentenbauer, rekonstruiert Lieder, Balladen und Tänze anhand von Lautentabulatoren, zeitgeschichtlichen Darstellungen musizierender Gruppen und von Gerichtsakten, in denen es mit teils sehr genauen Beschreibungen ums unerlaubte Aufspielen ging. Die Geschichte der Volksmusik ist auch eine Sozialgeschichte.

Kreativer Umgang mit dem Erbe

Die verdienstvolle und anerkannte "archäologische Arbeit fürs Ohr" ermöglichte die neue CD "urbanus" mit alter Volksmusik aus Schweizer Städten. Mit den Funden pflegen die virtuosen Musikerinnen und Musiker einen kreativ souveränen Umgang.

Sie kombinieren alte, teils nachgebaute Instrumente wie die Sackpfeife, die Schalmei, die Drehleier, das Hackbrett, die grosse und kleine Violone und die Viola d'amore mit modernen Instrumenten wie Sopransaxophon und Bassklarinette.

"Tritonus" nimmt sich auch, bei allem Respekt fürs volksmusikalische Erbe, die Freiheit, die Lieder und Balladen mit neuen Melodien und aktualitätsbezogenen Texten zu ergänzen. Die archaische Musik gewinnt an Lebendigkeit. - Alex Bänninger


Volksmusik, die sich aus dem Dunstkreis des Traditionellen, gar Reaktionären befreien will, hat Konjunktur. Eine kritische Auswahl von Schweizer CD-Produktionen.
Der Zeitgeist will, dass die Schweizer Volksmusik beziehungsweise diejenigen heimischen Musik- traditionen, die von den jeweiligen Interpreten als «Schweizer Volksmu- sik» bezeichnet werden, unter Zuhilfenahme von allerlei neueren Instrumenten und unter Einbezug von weniger heimischen und bewusst gar nicht alten Techniken, Spielweisen und Traditionen zu etwas umgestal- tet wird, was als «zeitgemäss», wohl gar als «gewagt» bis «frech» gilt und im Regelfall satt durchsubventioniert ist. Ob das glückt und vielleicht sogar glücklich macht, ist von Fall zu Fall zu entscheiden.
MIT ANSPRUCH.
Die Gruppe «Tritonus» bietet auf «Alpan» einerseits das wirklich
Urchig-Echte, andererseits Neukompositionen im Stil alter Melodien. Die Tänze und Reihen entstammen alten Handschriften aus dem Appenzellischen vor allem, aber auch aus Zug, dem Greyerzerland, Obwalden. Auch die Interpretationsweise, die Sing- und Spielpraktiken wurden aus Quellen rekonstruiert; gelegent- liche Verzierungen oder kleine Improvisationen über dem gegebe- nen Harmonieschema entstammen tradierter ebenso wie zeitgenössi- scher Praxis. Umgesetzt wird dann das Alte wie das Neue mit teils unter- gegangenen Volksmusikinstrumen- ten wie Schalmei oder Drehleier, in Kombination mit Saxofon, moderner Geige oder Schlagzeug.
Das fügt sich hier naht- und problemlos. Und häufig ist das Alphorn- Fa zu hören, der «Tritonus», der der Gruppe den Namen gab. - Basler Zeitung BAZ


Tritonus Alpan (Review: good)
Swiss traditional material, but no yodelling, alphorns or oompah. Tritonus‘ previous album was 1991‘s Early Swiss Folk Music, this one draws on their discoveries since then, played skilfully on Swiss bagpipes, hurdy-gurdy, shawm, rebec etc. plus occasi- onal female vocals, and gutsy percussion, jazz guests and impressionistic arrangements.
fROOTS No. 286, April 2007 The essential worldwide roots music guide (www.frootsmag.com)

ALPAN (Zytglogge-Verlag ZYT 4901; Durée 61‘46)
Peu coutumière de nos colonnes, la musique traditionelle des Helvètes se décline iici dans le cadre d‘un authentique et passi- onnant travail de recherche sur les sources de leurs repértoires populaires anciens, antérieurs au XIXe siècle. L‘approche est menée de concert avec un travail sur les instruments usités dans ces pratiques, allant jusqu‘à la reproduction de certains d‘entre eux. Dans ce disque (le second du groupe), Tritonus se situe toujours dans cet esprit, avec toutefois l‘apport de quelques musiciens issus du jazz. Et l‘alcheïmie est intéressante. Les auteurs, incontestables bons musiciens se déclarant par ail- leurs fortement influencés par le parcours de certains scandinaves tels Léna Willemark et Ale Möller (ce qui se vérifie à l‘écoute, surtout dans le domaine vocal...), nous livrent des orchestrations et chants charpentés sur un fond d‘instruments anciens (dulci- mer, cistre, cornemuse locale, vielle, rebec ...) et plus contemporains (contrebasse, saxophone ...). Un univers sonore oroginal à découvrir, sans le moindre rapport avec les images folklorisantes pouvant coller à la peau de ces répertoires.
TRAD Magazine No. 110, 2007 Wichtgstes Fachblatt für Folkmusik in Frankreich (www.tradmagazine.com)

CDs du mois: TRITONUS („Alte Volksmusik“ et „Alpan“)
Ce n‘est pas tous les jours qu‘on peut se mettre de l‘excellente musique ancienne suisse sous la dent. Quattre musiciens ont épluché et comparé de nombreuses sources, ont construit des copies d‘instruments anciens et ont soigneusement réfléchi à leurs arrangements. Cornemuses, chalemies, vielle à roue, rebec, violon, piva, piffero, cistre, hackbrett (tympanon), tambour, flûte à bec et chant sont mis à contribution pour interpréter des airs traditionnels de toutes les régions de Suisse, d‘avant 1800. Trois ranz des vaches, une „Hirtenpolka“, des montferrines, une „Ajoulotte“ du Jura, des chansons en allemand et diverses dances. Si l‘ambience „musique ancienne“ est souvent présente, on est loin des attitudes hiératiques de nombreux autres groupes, en partie grâce au choix du répertoire, en partie par volonté de coller à ce qu‘on imagine être une réalité populaire.
Dans le second CD, paru l‘an dernier, Tritonus s‘adjoint quatre musiciens de jazz (sax, violon, contrebasse, percussions) dans le projet Alpan: des sonorités nouvelles pour des mélodies et des textes anciens. Les arrangements en tiennent compte, in- fluencés qu‘ils sont (notamment dans la façon de chanter) par les Suédois Ale Möller et Lena Willemark). Il en résulte un son plus rond, plus coulant, certes un peu plus moderne, mais respectant toujours la finalité des airs. C‘est toujours de la musique ancienne, avec quelques compositions en plus, toujours aussi agréable à ecouter, avec peut-être un penchant un peu plus germanique que dans le premier CD.
Le Canard Folk Nr. 272, Juli 2007 Le Mensuel trad de l‘ASBL, Bruxelles / Wichtigstes Folkheft in Belgien

Tritonus ist eine hierzulande seit Jahren viel zu wenig beachtete Größe in der Schweizer Folkmusikszene. Vor 15 Jahren veröffentlichten sie mit «Alte Volksmusik in der Schweiz» ein Standardwerk, danach war erst mal Sendepause. Nun gibt es eine neue CD, auf der sich die Gruppe daran macht, die Grenzen alpenländischer Schweizer Volksmusik zu überschreiten. Das aktuelle, seit 2003 musizierende Septett spielt auf Hackbrett, Maultrommel, Percussion, Rebec, Schalmei, Flöten, Drehleier, Dulcian, Sackpfeife, Cister, Schwegel, Sopransaxophon, Violinen, Kontrabass und diversen Trommeln.
Dabei entwickelt sich ein überraschend vielfältiger Klangkosmos, der, vorwiegend auf traditionellen Appenzeller Quellen basierend, eine abwechslungsreiche, immer wieder überraschende Musik bietet. Sie mäandert zwischen verträumten, an Minimal Music gemahnende Passagen, traditionell alpenländischen Mustern bis zu treibenden Weltmusikrhythmen und freien Jazzimprovisationen, und die Bandbreite an musikalischem Ausdruck und Gefühl sucht ihresgleichen. Ich kann mir diese exzellent produzierte Musik auch hervorragend als Soundtrack für einen Naturdokumentarfilm über die grandiose Bergwelt der Schweizer Alpen vorstellen - ist sie doch ebenso majestätisch wie erhaben und beeindruckend.
Folker Nr. 4 / 2006 Das (wichtigste) Magazin für Folk, Lied und Weltmusik in Deutschland, Ulrich Joosten (www.folker.de)

Wahre Volksmusik-Forscher sind die Mitglieder der Gruppe Tritonus. Und zwar hat es ihnen speziell die Volksmusik der Schweiz bis 1800 angetan. 1991 erschien ihre erste CD, die mit dem Ostschweizer Radio- und Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, und hier nun setzen sie ihre verdienstvolle Arbeit auf hohem Niveau fort. Dabei gehen sie einen Schritt weiter, indem sie in Zusammenarbeit mit jungen Jazz-Musikern Herkunft und mögliche Zukunft Schweizer Volksmusik durchaus gelungen miteinander zu verbinden versuchen.
concerto Nr. 4 Aug / Sept. 2006 Österreichs bestes Magazin für Jazz, Blues, World Music & Pop (www.concerto.at)

Lange Zeit musste die archaische Schweizer Volksmusik Dornröschens Schlaf schlafen. Vor ein paar Jahren ist sie aufgewacht. Und lebt! Wunderbarer Beweis ist Tritonus, ein Projekt, das seit den 90er- Jahren verborgene Schätze zutage fördert. Der aktuelle Tonträger schlägt einen thematischen Bogen von zarter, früher Liebe bis zu «Annelis Hochzyg».
Musikalisch reizvoll ist der Titel «Di Wüeschte». Wenns auch grossspurig klingen mag: Beim Eintauchen in dieses Lied kommt einem «Weltmusik» in den Sinn.
Blick, K. E. Merki

Aus der «Vor-Ländler-Zeit»
Die Gruppe Tritonus hat sich der Erforschung der Volksmusik vor 1800 verschrieben. Vom sorgfältigen Vorgehen zeugt auch diesmal das CD-Booklet, in dem zu jedem Stück aufschlussreiche Kommentare und weiterführende Informationen sowie eine ausführliche Bibliographie enthalten sind. Auf dem neusten Tonträger, «Alpan», hat sich das Quartett, bestehend aus den Multiinstrumentalisten Felicia Kraft, Urs Klauser, Daniel Som und Lea Zanola, Musik vorgenommen, die zum Teil aus schwer zugänglichen Quellen geschöpft wurde. «Alpan» versammelt Stücke der Schweizer Volksmusik aus verschiedenen Regionen und einige Neukompositionen. Ein Schwerpunkt liegt bei der Appenzellermusik. Tritonus fügt zum heute wohlbekannten Streicherklang Pfeifen und Drehleier hinzu und geht damit wieder einen Schritt zurück in der Instrumentation: So könnte die Appenzellermusik früher geklungen haben. Mit der kraftvollen Stimme Felicia Krafts und allerlei Instrumenten von der Äolsharfe über Rebec und Hümmelchen (leise Sackpfeife) bis hin zur Schalmei schafft Tritonus Stimmungen. Ekstatische Tänze, frische Löckler (Viehlockrufe), sehnsüchtige Alpsegen (mit neuem Text vom ObwaldRockmusiker Luke Gasser), innigen Liebeslieder und anrührende Balladen entführen beim Hören in alte Zeiten. Mit «Alpan» wollte die Gruppe Tritonus aber über eine historische Aufführung von früher Volksmusik hinausgehen und lud dazu Gäste ins Studio ein: Die Jazzer Reto Suhner (Saxophon) und Tobias Preisig (Violine) sowie Andreas Cincera (Kontrabass) und Markus Maggiori (Perkussion) weiten gemeinsam mit der Kerngruppe die Stücke aus, reichern die historischen Instrumentierungen mit anderen Klängen an, bauen Rhythmen um, improvisieren in ihrem Stil und hauchen so der alten Musik neues Leben ein.
NZZ 23. 8. 06, ges.

Werfen Sie alle Vorurteile über Bord, die Sie zur Volksmusik haben – Tritonus ist definitiv anders: Die Volksmusikgruppe, die soeben ihre CD «Alpan» herausgegeben hat, befasst sich nicht mit der Sorte Musik, die heute gemeinhin als Schweizer Volksmusik verstanden wird, sondern führt in die Zeit vor 1800 zurück und bringt die Musik der «Vor-Ländlerzeit» wieder zum Klingen. Beim Zuhören stellt man überrascht eine gewisse Ähnlichkeit zur irischen Volksmusik fest und fragt sich vielleicht, was ein Dudelsack in der Schweiz zu blasen hat? Der «Dudelsack» ist eben eine echte Schweizer Sackpfeife, wie sie vom Mittelalter bis ins frühe 18. Jahrhundert gespielt wurde. Es ist das Verdienst der beiden Tritonus-Gründer Beat Wolf und Urs Klauser, die sich seit 1976 als Instrumentenbauer und Musikanten mit der Erforschung alter Musik und Instrumente befassen, nebst der Sackpfeife auch etwa Schalmei, Drehleier, Schwegel, Trümpi usw. zu neuen Auftritten zu verhelfen.
Tages Anzeiger, C. Diethelm

Schweizer Volksmusik an den Wurzeln gepackt
Sie klingt schweizerisch-vertraut und gleichzeitig faszinierend-fremdartig, die «Worldmusic» des Ensembles Tritonus: In der urtümlichen, von Bass, handgeschmiedeten Rollenschellen, Drehleier, Maultrommel, Sackpfeife, Schwegel, Cister und Hack- brett begleiteten Alpen-Musik tummelt sich nämlich so manches, was der herkömmlichen Schweizer Volksmusik im Laufe der Jahrhunderte abhanden gekommen ist. Breitbeinig zotteln im Programm «Alpan» die «Wüeschte» (lies: mönströs Hässlichen) durch karge tonale Gassen, tänzeln Ziegenböcke über erdige Ostinatomotive, torkelt ein «biswillen verrukter» durchs Toggen- burg, beflügeln die «phantaseyen eines ungepflantzten, wildgewachsenen Dichters» (Ulrich Bräker) das Ohr.
Es ist eine abenteuerliche Zeitreise in die Vor-Ländlerzeit: Seit 30 Jahren setzt sich der Instrumentenbauer, Volksmusikforscher und Musikant Urs Klauser mit der Schweizer Volksmusik auseinander. Mit Leidenschaft und Fachkompetenz schürft er in na- tionalen und internationalen Archiven nach verschütteten Melodien, Tänzen und Texten, und lässt sie mit seinem Ensemble Tritonus in neuem Glanz erstrahlen. «Zukunft braucht Herkunft», ist Klauser überzeugt.
Der Bund, 13.3. 2008, M. Mühlemann

Zukunft braucht Herkunft: Tritonus
... Endlich legt nun das Ensemble Tritonus in neuer Besetzung mit «Alpan» eine zweite CD vor, eine archaische Welt zeitloser Klänge, wie die acht Musiker im Booklet versprechen. Das ist nicht mehr die quellenkritische Bearbeitung historischer Vorgaben, sondern ein frisches Gemisch von traditioneller Musik und neuen Klängen. Dabei orientieren sich die bisherigen Ensemblemitglieder Felicia Kraft und Urs Klauser mit ihren neuen Kollegen an der traditionellen Appenzeller Streichmusik, am Alpsegen, Kühreihen und am Zäuerli. Nach wie vor bezieht Tritonus sein Repertoire aus alten handschriftlichen oder bibliografisch angeführten gedruckten Quellen. Deren Interpretation aber ist nicht mehr an ohnehin ungenügende Hinweise auf eine historische Aufführungspraxis gebunden, sondern lässt nun nach dem Vorbild der schwedischen Musikgruppen um Ale Möller und Lena Willemark Spielmannslust und Experimentierfreude aufkommen.
SMZ (Schweizer Musikzeitung), B. Bachmann-Geiser

... Tritonus praktiziert einen Mix aus Authentizität und Aktualisierung. Die Instrumente sind so echt wie möglich, die Musik geht teilweise neue Wege. Die meisten Titel der bald ländlich, seltener jazzoid klingenden CD stammen aus schwer zugänglichen volksmusikalischen Quellen. Da ertönen archaische Instrumente wie Cister, Sackpfeife und Schwegel (Querpfeife), wird mit frischer Stimme gejodelt und wie in einer Jazz-Improvisation der Bass gezupft. Im Unterschied zur landläufigen Volksmusik wird hier professionell und im Wissen um die Herkunft der Vorlagen musiziert. Witz und Ironie haben ihren Platz, etwa in den von Felicia Kraft gesungenen Liedern. Da ist kein Platz für den Bierernst trachtengekleideter Volksmusikanten. «Zukunft braucht Herkunft», formulieren die findigen Tritonus-Leute. Sie glauben daran, dass die Fokussierung auf das Ursprüngliche, auf die archaischen Wurzeln der Volkskultur innovative Züge nicht nur nicht verhindert, sondern sogar noch vorantreibt.
Basler Zeitung, S. Schibli Bei Tritonus atmet die Volksmusik noch den Geist der Improvisation. Herausgekommen ist eine spannende offene Musik, die
sich der Charakterisierung weitgehend entzieht.
Radiosendung «Jazz Aktuell», DRS II, P. Bürli

Internationales Musikfestival Alpentöne 07
Vokale Ausnahmekunst, viel Einheimisches und auch Ausländisches: Alpentöne war wiederum spannend und anregend.
... Draussen auf dem Lehnplatz wird am Samstag piemontesischer Folkrock mit Dudelsack gespielt; zeitgleich am Werk sind im Schlüsselsaal die Ostschweizer Tritonus, die alte Schweizer Volksmusik mit nachgebautem Instrumentarium (darunter: Dudelsack) dezent auch mit Jazzigem verbinden, ohne in die Allerwelts-Falle zu tappen, wie es die Folkrocker leider etwas beliebig tun ...
Luzerner Zeitung, 20. 8. 2007 (Urs Hangartner)

... Vollbesetzte Säle, einmalige Konzerte, schräge, feine, laute und leise Töne. Das Altdorfer Musikfestival war erneut ein gros- ser Erfolg. Und immer wieder finden Musikfreunde bei den «Alpentönen» die feinen, unerwarteten Höhepunkte, zum Beispiel das Yves-Cerf-Quintett, «Tritonus» oder «Schiltknecht – Dahinden – Schiltknecht» aus der Schweiz. Für Armin Walpen, den Generaldirektor von SRG SSR idée suisse, der die Eröffnungsansprache hielt, sind die «Alpentöne» Zeichen für Modernität aus der Tradition, Zeichen für Vitalität und Selbstbewusstsein, komplementär zum Alpenglühen...
Urner Wochenblatt, 23. 8. 07 (Erich Herger )


- Various (e.g. fRoots / Trad / Le Canard Folk / Folker ...) please scroll page down


Tritonus ist eine hierzulande seit Jahren viel zu wenig beachtete Größe in der Schweizer Folkmusikszene. Vor 15 Jahren veröffentlichten sie mit Alte Volksmusik in der Schweiz ein Standardwerk, danach war erst mal Sendepause. Nun gibt es eine neue CD, auf der sich die Gruppe daran macht, die Grenzen alpenländischer Schweizer Volksmusik zu überschreiten. Das aktuelle, seit 2003 musizierende Septett spielt auf Hackbrett, Maultrommel, Percussion, Rebec, Schalmei, Flöten, Drehleier, Dulcian, Sackpfeife, Cister, Schwegel, Sopransaxophon, Violinen, Kontrabass und diversen Trommeln. Dabei entwickelt sich ein überraschend vielfältiger Klangkosmos, der, vorwiegend auf traditionellen Appenzeller Quellen basierend, eine abwechslungsreiche, immer wieder überraschende Musik bietet. Sie mäandert zwischen verträumten, an Minimal Music gemahnende Passagen, traditionell alpenländischen Mustern bis zu treibenden Weltmusikrhythmen und freien Jazzimprovisationen, und die Bandbreite an musikalischem Ausdruck und Gefühl sucht ihresgleichen. Ich kann mir diese exzellent produzierte Musik auch hervorragend als Soundtrack für einen Naturdokumentarfilm über die grandiose Bergwelt der Schweizer Alpen vorstellen - ist sie doch ebenso majestätisch wie erhaben und beeindruckend.

Ulrich Joosten - Folker Nr. 4 Juli/Aug. 06 (please scroll on URL to letter T - Tritonus)


Peu coutumière de nos colonnes, la musique traditionelle des Helvètes se décline iici dans le cadre d'un authentique et passionnant travail de recherche sur les sources de leurs repértoires populaires anciens, antérieurs au XIXe siècle.
L'approche est menée de concert avec un travail sur les instruments usités dans ces pratiques, allant jusqu'à la reproduction de certains d'entre eux. Dans ce disque (le second du groupe), Tritonus se situe toujours dans cet esprit, avec toutefois l'apport de quelques musiciens issus du jazz. Et l'alcheïmie est intéressante. Les auteurs, incontestables bons musiciens se déclarant par ailleurs fortement influencés par le parcours de certains scandinaves tels Léna Willemark et Ale Möller (ce qui se vérifie à l'écoute, surtout dans le domaine vocal...), nous livrent des orchestrations et chants charpentés sur un fond d'instruments anciens (dulcimer, cistre, cornemuse locale, vielle, rebec ...) et plus contemporains (contrebasse, saxophone ...). Un univers sonore oroginal à découvrir, sans le moindre rapport avec les images folklorisantes pouvant coller à la peau de ces répertoires.
Alain Bormann - TRAD Magazine No. 110, 2007


Die Gruppe Tritonus hat sich der Erforschung der Volksmsuik vor 1800 verschrieben. Vom sorgfältigen Vorgehen zeugt auch diesmal das CD-Booklet, in dem zu jedem Stück aufschlussreiche Kommentare und weiterführende Informationen sowie eine ausführliche Bibliographie enthalten sind. Auf dem neusten Tonträger, «Alpan», hat sich das Quartett, bestehend aus den Multiinstrumentalisten Felicia Kraft, Urs Klauser, Daniel Som und Lea Zanola, Musik vorgenommen, die zum Teil aus schwer zugänglichen Quellen geschöpft wurde. «Alpan» versammelt Stücke der Schweizer Volksmusik aus verschiedenen Regionen und einige Neukompositionen. Ein Schwerpunkt liegt bei der Appenzellermusik. Tritonus fügt zum heute wohlbekannten Streicherklang Pfeifen und Drehleier hinzu und geht damit wieder einen Schritt zurück in der Instrumentation: So könnte die Appenzellermusik früher geklungen haben. Mit der kraftvollen Stimme Felicia Krafts und allerlei Instrumenten von der Äolsharfe über Rebec und Hümmelchen (leise Sackpfeife) bis hin zur Schalmei schafft Tritonus Stimmungen. Ekstatische Tänze, frische Löckler (Viehlockrufe), sehnsüchtige Alpsegen (mit neuem Text vom ObwaldRockmusiker Luke Gasser), innigen Liebeslieder und anrührende Balladen entführen beim Hören in alte Zeiten. Mit «Alpan» wollte die Gruppe Tritonus aber über eine historische Aufführung von früher Volksmusik hinausgehen und lud dazu Gäste ins Studio ein: Die Jazzer Reto Suhner (Saxophon) und Tobias Preisig (Violine) sowie Andreas Cincera (Kontrabass) und Markus Maggiori (Perkussion) weiten gemeinsam mit der Kerngruppe die Stücke aus, reichern die historischen Instrumentierungen mit anderen Klängen an, bauen Rhythmen um, improvisieren in ihrem Stil und hauchen so der alten Musik neues Leben ein. - Neue Zürcher Zeitung NZZ, 23.8.06


Das Projekt Tritonus um Urs Klauser hat die historische Aufführungs- praxis in die Volksmusik übertragen – überzeu- gend und mit Erfolg. Augenschein im appen- zellischen Bühler.
Hier ist von einem Mann zu be- richten, der mit seinem Langzeit- Projekt Tritonus ganz Wesentli- ches für die Wiederentdeckung der authentischen Schweizer Volks- musik geleistet hat. Eigentlich ist er ja Primarlehrer in Bühler, Appenzell Ausserrhoden. «Neben- bei» hat er alte Instrumente wie die Sackpfeife (siehe Titelblatt) oder den Schwegel rekonstruiert, ist in die Archive gestiegen, auf den ver- schlungenen Pfaden der alten Schweizer Volksmusik gewandelt und hat Verschüttetes ins Musik- leben zurückgeholt.
WER ZULETZT LÄCHELT...
Nachdem er die Sackpfeife in alten Illustrationen nachgewiesen hatte, baute er das Instrument selber nach, als Autodidakt. Und brachte sich gleich selber das Spielen bei. Urs Klauser, dem bescheidenen, zu- rückhaltenden Pionier, ist es wich- tig, dass Tritonus nicht nur mit ihm assoziiert werden: «In den entschei- denden Momenten der letzten 30 Jahre ist immer jemand aufge- taucht, der mit mir weitergemacht hat.» Einst war das Beat Wolf, jetzt ist es neben Lea Zanola und Felicia Kraft vor allem Daniel Som (die
Tritonus (von links): Reto Suhner, Daniel Som, Urs Klauser, Lea Zanola, Felicia Kraft und Andreas Cincera
es nicht anders. Was beiden CDs gemeinsam ist: das profunde und ernsthafte Beschäftigen mit den Quellen, das ausführliche und sorgfältige Dokumentieren und Kommentieren des Vorgehens. Die Musik dazu beweist, dass die Wurzeln der Schweizer Volksmu- sik mindestens so aufregend sind wie die des Tangos.
ALTES MATERIAL, NEUE WEGE
Am Anfang seiner Tätigkeit steht nicht nur die Folkmusik eines Bob Dylan oder einer Joan Baez, son- dern auch die historische Auffüh- rungspraxis in der Klassik: «Als 20-Jähriger hörte ich zum ersten Mal Nikolaus Harnoncourt. Da- nach wusste ich: Ich kann Barock- musik auf neuen Instrumenten nicht mehr hören», sagt Klauser. Was zunächst verblüfft, leuchtet ein: «Ich mache im Grunde nichts anderes als historische Auffüh-
Geschichte von Tritonus wird Klauser in der DRS-2-Sendung er- zählen. Sie ist auch sehr gut doku- mentiert auf www.tritonus.ch).
Beim Besuch in Bühler merkt man, dass hier weder ein fideler Ländlermusikant noch ein abgeho- bener Ethnologe spricht. Auf dem Büchergestell stehen friedlich ver- eint Ulrich Bräker, Sven Regener und Gerhard Polt. In einer Ecke hängen die nachgebauten Sack- pfeifen, am Boden liegt eine edle Cister, ein altes Saiteninstrument. «Wir gingen als Praktiker an die Sache heran», erinnert sich Klauser, «wir interessierten uns nicht nur theoretisch. Die Wissenschaftler belächelten uns zu Beginn.»
Heute lächelt Klauser über sei- nen Erfolg und die Anerkennung, die er und Tritonus erhalten ha- ben. Ihre neue CD «Alpan» wur- de praktisch durchs Band gelobt, dem ersten Werk von 1991 erging
rungspraxis, einfach in der Volks- musik.»
Beim neuen «Alpan»-Projekt wollten Tritonus jedoch auch mög- liche neue Wege im Umgang mit altem Material zeigen. Mit dem Beizug der jungen Jazzmusiker Re- to Suhner und Tobias Preisig sowie Andreas Cincera und Markus Maggiori, die sich subtil in die Mu- sik einfühlen, sind Tritonus diesem Ziel sicher sehr nahe gekommen.
Nun könnte der Pionier, der lange ein Rufer in der Wüste war, auch etwas verbissen wirken. Nicht aber Klauser. Begeisterung ist spürbar, zum Beispiel in Bezug zu Bräkers kraftvoller Sprache: «Da flipp ich aus!» Und da blitzt immer wieder Selbstironie auf, die sich selber nicht allzu ernst nimmt: «Ob die Welt auf unsere CDs gewartet hat, weiss ich immer noch nicht.» Vermutlich schon. Matthias Böhni - Swiss Radio Magazine


Tritonus ist eine hierzulande seit Jahren viel zu wenig beachtete Größe in der Schweizer Folkmusikszene. Vor 15 Jahren veröffentlichten sie mit Alte Volksmusik in der Schweiz ein Standardwerk, danach war erst mal Sendepause. Nun gibt es eine neue CD, auf der sich die Gruppe daran macht, die Grenzen alpenländischer Schweizer Volksmusik zu überschreiten. Das aktuelle, seit 2003 musizierende Septett spielt auf Hackbrett, Maultrommel, Percussion, Rebec, Schalmei, Flöten, Drehleier, Dulcian, Sackpfeife, Cister, Schwegel, Sopransaxophon, Violinen, Kontrabass und diversen Trommeln. Dabei entwickelt sich ein überraschend vielfältiger Klangkosmos, der, vorwiegend auf traditionellen Appenzeller Quellen basierend, eine abwechslungsreiche, immer wieder überraschende Musik bietet. Sie mäandert zwischen verträumten, an Minimal Music gemahnende Passagen, traditionell alpenländischen Mustern bis zu treibenden Weltmusikrhythmen und freien Jazzimprovisationen, und die Bandbreite an musikalischem Ausdruck und Gefühl sucht ihresgleichen. Ich kann mir diese exzellent produzierte Musik auch hervorragend als Soundtrack für einen Naturdokumentarfilm über die grandiose Bergwelt der Schweizer Alpen vorstellen - ist sie doch ebenso majestätisch wie erhaben und beeindruckend.
Ulrich Joosten - Folker Nr. 4 Juli/Aug. 06


Ce n'est pas tous les jours qu'on peut se mettre de l'excellente musique ancienne suisse sous la dent. Quattre musiciens ont épluché et comparé de nombreuses sources, ont construit des copies d'instruments anciens et ont soigneusement réfléchi à leurs arrangements. Cornemuses, chalemies, vielle à roue, rebec, violon, piva, piffero, cistre, hackbrett (tympanon), tambour, flûte à bec et chant sont mis à contribution pour interpréter des airs traditionnels de toutes les régions de Suisse, d'avant 1800. Trois ranz des vaches, une "Hirtenpolka", des montferrines, une "Ajoulotte" du Jura, des chansons en allemand et diverses dances. Si l'ambience "musique ancienne" est souvent présente, on est loin des attitudes hiératiques de nombreux autres groupes, en partie grâce au choix du répertoire, en partie par volonté de coller à ce qu'on imagine être une réalité populaire.
Dans le second CD, paru l'an dernier, Tritonus s'adjoint quatre musiciens de jazz (sax, violon, contrebasse, percussions) dans le projet Alpan: des sonorités nouvelles pour des mélodies et des textes anciens. Les arrangements en tiennent compte, influencés qu'ils sont (notamment dans la façon de chanter) par les Suédois Ale Möller et Lena Willemark). Il en résulte un son plus rond, plus coulant, certes un peu plus moderne, mais respectant toujours la finalité des airs. C'est toujours de la musique ancienne, avec quelques compositions en plus, toujours aussi agréable à ecouter, avec peut-être un penchant un peu plus germanique que dans le premier CD. - Le Canard Folk Nr. 272, Juli 2007


Tritonus Alpan (Review: good)
Swiss traditional material, but no yodelling, alphorns or oompah.
Tritonus' previous album was 1991's Early Swiss Folk Music, this one draws on their discoveries since then, played skilfully on Swiss bagpipes, hurdy-gurdy, shawm, rebec etc. plus occasional female vocals, and gutsy percussion, jazz guests and impressionistic arrangements.

- fROOTS No. 286, April 2007


Angewandte Ethnologie
Hackbrett, Geige, Bass – das klingt nach Appenzeller Volksmusik, aber was machen hier Trümpi, Sackpfeife, Schalmei, Drehleier? Und wer kennt Landsknecht- trommel, Chlefeli oder Hümmelchen? Tritonus, die Gruppe um Urs Klauser, die vor 15 Jahren eine viel beachtete CD jenseits der Ländler aufgenommen hat, legt erneut eine Bearbeitung ursprünglicher Schweizer Volksmusik vor. Inspiriert etwa von Ulrich Bräker, aber auch vom Obwaldner Rocker Luke Gasser, entwickeln die acht «Tritoniten» die Traditionen weiter. Nicht jeder modernisierte Walzer überzeugt, gelungen ist diese Reise ins Landesinnere aber allemal. Die detaillierten Angaben zu den hier erstmals vertonten Stücken machen auch das Booklet zu einer Fundgrube. - Swiss Radio Magazine


Discography

2015: CD Urbanus - Alte Volksmusik aus Schweizer Städten

2010: CD Stubete am See (Compilation-CD live; Various Artists)
2008: CD Soundtrip Switzerland (Compilation-CD; Various Artists)
2007: CD Alpentöne (Compilation-CD live; Various Artists)
2006: CD Alpan
1992: CD Alpine Jazz Herd (Alpine Two)
1991: CD Alte Volksmusik in der Schweiz (Ancient Folk-Music in Switzerland)

1988: LP Ferdinand Huber - Ein Schweizer Musiker im Biedermeier (Compilation; Various Artists)
1982: LP Bollement (Compilation; Various Artists)

listen: http://www.tritonus.ch/cds/tritonus.alpan_demos.html

Photos

Bio

‹An Archaic World of Timeless Sound›

TRITONUS is a Swiss folk music ensemble which was founded around 1985 in the Eastern Part of Switzerland. They count as pioneers and experts in the investigation and performance of ancient folk music and their instruments in Switzerland before 1800.
Their 1991 standard work ‹TRITONUS – Alte Volksmusik in der Schweiz› won the ORG (Eastern Swiss Radio and Television) Award and is still on sale today. In 2006 Tritonus was breaking new ground with their album ‹Alpan› – a fresh but respectful rendering of early Swiss folk music. Together with young jazz musicians they created a programme that combines the past and future of Swiss folk music. Having pieced together original instrumentations, they can demonstrate early musical styles, melodies, texts and instruments and mix them with new sounds to show possible future directions. The majority of the tunes and songs are unpublished works that have not been previously recorded. It‘s an exciting musical journey where the familiar can suddenly sound very different!
Tritonus was awarded a support grant by the Culture Foundation of the Canton of Appenzell Ausserrhoden for this CD project.
In autumn 2010 the band toured China and played in Shanghai (World Expo, Lake Malaren Music Festival), Su Zhou and Zhenjiang.
The programme ‹Swiss, Swede, Wine and Wife› deals with the three pivotal questions of mankind: Where have we come from? Where are we going? And – possibly – most importantly: What we’ll drink along the way?

In 2015 Tritonus released their third album ‹urbanus - Old folkmusic from Swiss cities›. A night watchman takes the listeners through his nightly patrol of the city, watching happy or sad lovers, cross the marketplace towards taverns and to secred, dark corners.
Dances from 16th century lute tabulatures, songs and ballads are brought back to life in sophisticated arrangements, enriched with new texts and melodies in the spirit of old Swiss folk music. Tritonus adds the baroque sounds of double bass, large and small violone, viola d'amore and chalumeau, as well as those of modern instruments such as soprano saxophone and bass clarinet to the rich tones of old folk music instruments such as bagpipes, shawm, hurdy.gurdy and hammered dulcimer.

Band Members